1. Bahnhof Zgorzelec-Ujazd
Touristen begrüßt der revitalisierte Bahnhof im südlichen Stadtteil Ujazd. Er wurde 1876 errichtet und repräsentiert den typischen Stil der preußischen Eisenbahnarchitektur.

2. Neißeviadukt
Diese Eisenbahnbrücke wurde in den Jahren 1844-1847 von dem Architekten Gustav Kießler gebaut. Sie ist eines der großartigsten derartigen Bauwerke in Polen und Deutschland. Mit einer Länge von 448 m ist der Görlitzer Viadukt kürzer als der in Bolesławiec (519 m), dafür aber höher als dieser.

3. Ujazdowski-Park
Vor dem Zweiten Weltkrieg hieß der südliche Teil des Parks Jägerwäldchen und diente der Armee, die hier einen Schießplatz unterhielt. Am Wegesrand entdeckt der aufmerksame Beobachter einen Gedenkstein, der an den Tod eines Soldaten des Königlich-Preußischen Jägerbataillons erinnert, der an dieser Stelle ertrank.

4. Palast in Ujazd
Der Palast wurde um 1730 für die schlesische Familie Raschke errichtet. Er ist mit einem Walmdach mit Dachreiter gedeckt. Eine der Ecken ist mit einer Sonnenuhr geschmückt. Auf dem Gebiet des ehemaligen Dorfes Moys (von obersorbisch Mojiš) liegt an der Górnowiejska-Straße (a) auch ein Gutshof mit Vorwerk.

5. Europäisches Zentrum Gedenken, Bildung, Kultur
Diese Kultur- und Bildungseinrichtung befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Kriegsgefangenenlagers Stalag VIIIa. Das Durchgangslager entstand im August 1939 und funktionierte bis zum Kriegsende. Insgesamt waren hier 140 000 Gefangene aus beinahe allen Ländern, die gegen Nazi-Deutschland kämpften, interniert. Einer der Häftlinge war der französische Komponist Olivier Messiaen, der hier sein Quatour pour la fin den temps (Quartett für das Ende der Zeit) komponierte, eines der Schlüsselwerke der modernen Musik.

6. Ruine der Brücke in Lasowice
Dieser 1367 erstmals erwähnte Übergang verband die beiden Teile des Dorfes Lasowice (Lešicy/Leschwitz, 1936 in Weinhübel umbenannt). Der größere Teil des Dorfes liegt am Westufer der Neiße. Im Ortskern sind viele Beispiele der typischen oberlausitzer Dorfarchitektur erhalten.

7. Wallburgsiedlung in Koźlice
Die Wälle sind ein Überrest einer frühmittelalterlichen Burgsiedlung, die auf das 9. und 10. Jahrhundert datiert wird. Vermutlich war es mit dem slawischen Stamm der Milzener verbunden und erfüllte eine Dienstfunktion für deren Hauptburg auf der Landeskrone.

8. Kirche in Osiek Łużycki
Das Gotteshaus wurde 1532 errichtet, aber seine heutige Form ist das Ergebnis der Barockisierung. Im Innenraum ist die Grabplatte des Freiherren Johann Georg von Warnsdorf erhalten, eines Mitglieds eines der ältesten Adelsgeschlechter der Oberlausitz, das über zahlreiche Ländereien in der Lausitz und Schlesien verfügte.

9. Freizeit- und Fremdenverkehrszentrum in Radomierzyce
Touristen können hier Fahrräder und Kajaks entleihen, hilfreiche Informationen erhalten oder an einer der zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen.

10. Palast in Radomierzyce
Das barocke Wasserschlossensemble ist von einem Wassergraben und einem französischen Garten umgeben. Er entstand Anfang des 18. Jahrhunderts im Auftrag von Joachim Sigismund von Ziegler und Klipphausen gemäß den neuesten Modertrends aus Frankreich und vom Hof der Wettiner. Noch vor dem Abschluss der Bauarbeiten war hier August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, zu Gast. Der Bauherr selbst erlebte die Fertigstellung des Palasts nicht und vermachte ihn dem Fräuleinstift Joachimstein.

11. Gutshof Tauschritz
Dieser kleinere Adelssitz wurde von den Freiherren von Warnsdorf Mitte des 17. Jahrhunderts auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus errichtet. Im 18. Jahrhundert wurde er in den Besitz des Fräuleinstifts in Radomierzyce überführt.

12. Schaufelradbagger
Der riesige Schaufelradbagger in Hagenwerder ist ein interessantes Relikt der über 250 Jahre alten Tradition des Braunkohlebergbaus in der Oberlausitz. Er stammt aus dem Jahr 1961, ist 75 m lang und 33,5 m hoch. Von Mai bis Oktober kann man ihn nach vorheriger Verabredung mit einem deutschen Führer besichtigen.

13. Auferstehungskirche in Weinhübel
Sie gehört zu den ältesten erhaltenen Dorfkirchen der Oberlausitz. Bereits im Jahr 1337 wird sie in einer Urkunde des Königs Johann von Böhmen erwähnt. Aus dieser Zeit stammt der Chor mit seinem gotischen Gewölbe. Im Laufe der Zeit erfuhr das Bauwerk verschiedene Veränderungen. Sein heutiges Aussehen ist von Barockelementen dominiert.

14. Brauerei Landskron
Die Aktienbrauerei in Görlitz wurde 1869 gegründet. Der Komplex der neugotischen und neubarocken Industriebauten nimmt eine Fläche von 4 Hektar ein. In den bis 12 Meter unter die Erde reichenden Kellern wird das Bier gelagert. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie zu Rüstungszwecken genutzt.

15. Obermühle
Eine Mühle existierte an dieser Stelle bereits im 14. Jahrhundert. Die Energie des aufgestauten Wassers wurde nicht nur zum Zermahlen von Korn verwendet, sondern auch zum Walken von Tuchen, zur Bearbeitung von Kupfer und zur Papierherstellung. Das heutige Gebäudeensemble stammt aus dem Jahr 1830. Heute sind hier eine Pension, ein Restaurant und eine Kleinbrauerei untergebracht.

16. Städtisches Kulturhaus
Errichtet im wilhelminischen Stil der Jahrhundertwende als Oberlausitzer Ruhmeshalle. Ursprünglich diente das Gebäude Museumszwecken. Der Ideengeber war der bedeutende Architekt Hugo Behr, der in der Stadt zahlreiche Bauwerke hinterlassen hat.