1. Kirche Józef Robotnik
Diese Kirche befindet sich in Zgorzelec. 1981 wurde der Bau dieser modernistischen Kirche, die sich über 2 Ebenen erstreckt, begonnen. Die futuristische Form des Gebäudes wurde von der Kathedrale der Heiligen Jungfrau Maria in Tokio inspiriert.

2. Das Stellmacherhaus
Das Stellmacherhaus aus dem Jahr 1822 ist ein altes Oberlausitzer Umgebindehaus aus dem polnischen Teil von Weigsdorf (Wigancice) und gilt als wertvolles Beispiel Lausitzer Architektur. Das ist das einzige erhaltene Haus des ehemaligen Ortes Wigancice. Im Rahmen der Tagebauerweiterung von Turów wurde dieses Haus 2005 von seinem ursprünglichen Standort nach Zgorzelec umgesetzt und beinhaltet heute eine Pension und eine Gaststätte.

3. Gutshof Leopoldshain (Palac Lagow)
Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das heutige Schloss für Michael Ender von Serch gebaut. Familie Ender, die aus Bautzen stammte, erwarb Landgüter in der Gegend. Ursprünglich wurde dieser Renaissancebau auch durch Bastionen geschützt. Einer der Besitzer, Karl Ender von Serch, war großer Anhänger von Jakub Böhme, der häufig Gast des Schlosses war. Der Gutshof Leopoldshain ist umgeben von bis heute erhaltenen Vorwerksgebäuden, u.a. von einer Mühle. Einige Hundert Meter südlich befindet sich noch ein Vorwerk, der sog. obere Gutshof, der infolge der Dorfteilung entstanden ist. Heutzutage, nach einer gründlichen Sanierung, ist hier eine kleine Wohnanlage entstanden.

4. Kirche des Heiligen Anton in Leopoldshain
Das ursprünglich kleine, 1346 entstandene Gotteshaus wurde im 16. Jahrhundert vergrößert. Aus dieser Zeit stammen die Spätgotischen- und Renaissance-Portale. Im Renaissancestil ist auch die Kanzel. Im Inneren und an den Außenwänden befinden sich Zahlreiche Wappen ehemaliger Dorfherren.

5. Das Herrenhaus in Stangenhain
Das Leben des Dorfes Stangenhain drehte sich um das kleine Herrenhaus und das Vorwerk. Obwohl die heutigen Gebäude im 19. Jahrhundert entstanden sind, existiert dieser Gutshof seit dem 15. Jahrhundert. Die meiste Zeit befand es sich im Besitz einiger Bürger aus Zgorzelec. Heute ist es im Besitz eines Hospizes der Marienkirche aus Görlitz (Demianiplatz).

6. Die Herrenhäuser in Florsdorf (früher Sohrneundorf)
Die ersten Villen entstanden im Jahr 1740 als Sommerresidenz der Familie Gehler. Nebenan entstand der Besitz der Bürger-Familie Ender aus Leopoldshain. Sie sind seinerzeit sehr vermögend geworden. Diese Villa ist umgeben von Relikten eines Terassengartens aus dem 18. Jahrhundert als auch eines Parks aus dem 19.Jahrhundert. Weiter Richtung Norden befinden sich Gebäude des unteren Dorfteils sowie die nächste Villa. Entstanden ist sie im 18. Jahrhundert, jedoch schon im 19. Jahrhundert wurde sie zum Speicher umgebaut.

7. Gutshof der Familie Tępski und Kirche in Gronów
Ein klassisches Herrenhaus, erbaut im Jahr 1789 für Carl Leopold von Tępski. Familie Tępski (der Name stammt vom Dorf Tępacz) war eine alte Adelsfamilie, ursprünglich von der Küste kommend, wanderte diese nach Niederschlesien und schließlich in die Lausitz. Sie haben das Dorf gekauft und bauten es nach einem Brand wieder auf. Es entstanden neue Vorwerke und Weiler. Die Familie erbaute hier auch einen eigenen Sitz, umgeben von einem kleinen Park. In der Nähe des Herrenhauses befindet sich eine Kirche. Das erste Gotteshaus stammte aus dem 14. Jahrhundert. Die heutige Kirche, im ähnlichen Stil des Gutshofes, wurde im Jahr 1801 gebaut. Ein Jahr später hat die Familie Tępski dieses Dorf verkauft.

8. Schloss und Kirche in Kieslingswalde
Die Geschichte des Dorfes ist eng verbunden mit dem tschechisch-lausitzer Familienstamm Tschirnhaus, der seit dem 15.Jahrhundert im Besitz des Dorfes war. Hier in diesem Herrenhaus ist Ehrenfried Walther von Tschirnhaus geboren – Philosoph, Mathematiker, Berater und berühmte Persönlichkeit des polnisch-sächsischen Hofes. Er war Anhänger der Mystik von Jakub Boehme und vor allem, gemeinsam mit Johann Friedrich Böttcher, Erfinder des Meißener Porzellans.
Leider ist der damalige Gutshof nicht bis heute erhalten geblieben. Das derzeitige klassizistische Schloss wurde an dieser Stelle im 19. Jahrhundert für die mit Tschirnhaus verwandter Familie Garsdorf, einer der reichsten Familien in der Lausitz, gebaut. Die Kirche, die sich neben dem Schloss befindet, stammt wahrscheinlich vom Ende 15. Jahrhunderts. Die barocke Form wurde der Kirche durch einen Umbau im 18.Jahrhundert gegeben.

9. Der Kieslingswalder Hügel
Das ist der nördliche Teil des Hochlandes von Kieslingswalde. Dieser immer noch ursprüngliche und unberührte Charakter der Landschaft ist dem Fakt zu verdanken, dass hier administratives Grenzgebiet zwischen Zgorzelec und Lubań war. Diese Aufteilung hat ihren Ursprung in einer Wasserscheide. Westlich fließt das Wasser in die Neisse, östlich in die Kwisa.

10. Herrenhof und Vorwerk in Wyręba
Dieses Dorf war die meiste Zeit mit Kieslingswalde verbunden. Im Zentrum des Dorfes ist ein Vorwerk mit Herrenhof aus dem Übergang vom 18.zum 19. Jahrhundert. Dazu gehört ein Park mit sehr alten Kastanienbäumen.

11. Gräberfeld mit Hügelgräbern und Festung in Lichtenberg
Es ist einer der größten bekannten slawischen Friedhöfe mit Hügelgräbern in Polen. Hier wurden ca. 200 Gräber, wahrscheinlich aus der Zeit zwischen dem 9. Und 11. Jahrhundert, entdeckt. Sie stammen von sorbischen Einwohnern der näheren Umgebung. Die Festung war vermutlich mit Großmähren verbunden.