Amphibien sind rätselhafte Tiere, die im Wasser geboren werden, dort einen radikalen Gestaltwandel vollziehen, um danach an Land zu leben. Seit jeher inspiriren sie die Fantasie der Menschen. So ranken sich viele Legenden um diese Mischwesen aus Wasser- und Landtier. So soll es manchmal Frösche regnen, Kröten zuweilen Schätze bewachen oder Laubfrösche das Wetter vorhersagen können. Leider alles nicht wahr – auch nicht die Geschichte mit dem Prinzen! Trotzdem gibt es viele faszinierende Geschichten und Fakten aus dem Leben der Lurche, so der deutsche Name dieser Tiergruppe, zu berichten.

Ab 18. Mai präsentiert das Senckenberg Museum die große Vielfalt der Amphibien anhand ausgewählter Aspekte ihrer Lebensweise und mit zahlreichen lebenden einheimischen und exotischen Vertretern der Tiergruppe. Das beginnt mit der wundersamen Metamorphose vom Ei über die wasserlebende Larve bis zum landlebenden erwachsenen Tier, von Weibchen, die Ihre Jungen unter der Haut oder sogar im Magen ausbrüten bis hin zu Molchlarven, die sich weigern, erwachsen zu werden und trotzdem Junge bekommen. Die Ausstellung widmet sich intensiv den einzelnen Amphibiengruppen, von denen die schlangenförmigen Wühlen aus den Tropen wohl den Wenigsten bekannt sein dürften. Ihre größte Vielfalt erreichen die Amphibien in den tropischen Regionen der Erde, aber auch in Sachsen kommen 18 verschiedene Arten vor. Leider sind mittlerweile viele Amphibienarten vom Aussterben bedroht. Auch darüber informiert die Ausstellung.

„Amphibios – vom Wunder der Verwandlung” ist vom 18. Mai bis 3. November im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zu sehen.